DritterPruefungsantritt

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Hier arbeiten wir an der Formulierung, um den Senat aufzufordern, einen dritten Prüfungsantritt für die STEOP vorzusehen.

Antrag

„Die Fakultätskonferenz der Fakultät für Informatik fordert den Senat der Universität Wien nachdrücklich dazu auf, die 81. Richtlinie des Senats für die Ausgestaltung der Studieneingangs- und Orientierungsphase vom 23. März 2011 dahingehend umzugestalten, dass der gesetzliche Rahmen ausgeschöpft wird. Dies betrifft vor allem, dass

1. die gesetzliche Bestimmung laut § 66 (1) UG, der gemäß „die Studieneingangs- und Orientierungsphase aus einer oder mehreren Lehrveranstaltungen bestehen kann“ in den Absatz (4) der Richtlinie aufgenommen wird und dieser somit neu lautet:

„(4) Prüfungen der Studieneingangs- und Orientierungsphase können als Lehrveranstaltungs- oder Modulprüfungen abgehalten werden.“

2. die gesetzliche Möglichkeit laut § 66 (1) UG, der gemäß „in der Satzung eine weitere Prüfungswiederholung vorgesehen werden kann“, im Absatz (5) der Richtlinie Berücksichtigung findet und dieser somit neu lautet:

„(5) In der Studieneingangs- und Orientierungsphase sind die zwei gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungstermine sowie ein dritter Prüfungsantritt gemäß den Bestimmungen des Studienrechtsteils der Satzung vorzusehen.“

Veränderung der Bestimmungen für die “Studieneingangs- und Orientierungsphase”

Tischvorlage für die Fakultätskonferenz der Fakultät für Informatik

Die Regelung zur Einrichtung von Studieneingangs- und Orientierungsphasen wurde im vergangenen Frühjahr von der Bundesregierung mit der ausdrücklichen Möglichkeit zur Verankerung eines dritten Prüfungsantritts in der Satzung der Universitäten beschlossen. §66 (1a) UG 2002 bringt unmissverständlich zum Ausdruck: “In der Satzung kann eine weitere Prüfungswiederholung vorgesehen werden.”

Bis auf die Universitäten Linz und Wien wurde dieser dritte Prüfungsantritt an allen österreichischen Universitäten verankert und somit den StudentInnen der jeweiligen Universität eine weitere Möglichkeit zur Prüfungswiederholung eingeräumt, ehe sie für das weitere Studium unwiderruflich gesperrt werden.

Im Folgenden findet sich eine Aufzählung einzelner Aspekte, die eindeutig dafür sprechen, diesem Versäumnis an der Universität Wien nachzukommen, und den Senat der Universität Wien aufzufordern, eine entsprechende Satzungsänderung vorzunehmen:

  • Eine nicht erfolgreiche Absolvierung der STEOP führt zum Ausschluss aus dem jeweiligen Studium. Vor diesem Hintergrund ist das ohnehin stark beschränkte Studienrecht in diesem Bereich voll auszuschöpfen.
  • Die mehrmalige Wiederholung von Prüfungen ist in allen anderen Lehrveranstaltungen des Studiums vorgesehen, gerade im Bereich des Studienbeginns der zur Orientierung dienen soll, führt die Beschränkung auf eine Wiederholungsmöglichkeit zur starker psychologischen Belastung. Das erste Semester des Studiums sollte zur Orientierung genutzt werden können, und nicht dazu, die Möglichkeit zum Studium aufrechtzuerhalten.
    Die Erfahrung der letzten Monate zeigt, dass die berechtigten Sorgen von StudentInnen bezüglich ihrer STEOP-Prüfungen aufgrund einer einzigen Möglichkeit zur Wiederholung zu enormer Unsicherheit führt. Auf Kosten von Lehrveranstaltungsinhalten muss wiederholt auf Prüfungsbedingungen und Abläufe eingegangen werden.
  • Studieneingangs- und Orientierungsphasen umfassen in der Regel eine Vielzahl von Lehrveranstaltungen. Dies ist unter anderem für die Aufrechterhaltungen von Studien- und Familienbeihilfe unbedingt notwendig. Die enorme Fülle der zu erbringenden Leistungen innerhalb kürzester Zeit geht somit letztlich auf Kosten der Inhalte und dem entsprechenden Auseinandersetzung mit diesen. Ein weiter Prüfungsantritt verschafft StudentInnen die nötige Flexibilität für eine fundierte Auseinandersetzung.
  • Sowohl vom Gesetzgeber als auch vom Senat der Universität Wien wurde eingefordert auf berufstätige StudentInnen entsprechend Rücksicht zu nehmen. Gerade diese, ebenso wie StudentInnen die neben dem Studium etwa auch Betreuungspflichten nachkommen müssen oder krankheitsbedingt weniger Zeit und Spielraum in der Studiengestaltung haben, ist die Beschränkung auf nur eine Wiederholungsmöglichkeit ein zusätzliches Problem. Laut Studierendensozialerhebung betrifft dies nahezu zwei Drittel aller StudentInnen.
  • Eine Verankerung des dritten Prüfungsantritts stellt für die Universität Wien kein allzugroßes administratives Problem dar. StudentInnen die Wiederholung einzelner Prüfungen im Laufe des Folgesemesters zu ermöglichen, entspricht vielmehr einer seit Jahrzehnten gängigen Praxis, die nicht neu eingeübt werden muss.
  • Wie bisher wird auch weiterhin ein Großteil der StudentInnen STEOP Prüfungen so schnell wie möglich absolvieren, da dies die Voraussetzung für den Besuch aller weiteren Lehrveranstaltungen darstellt. Die von Seiten der Universität eingeforderte Verbindlichkeit der StudentInnen kann durch die Verschärfung der finanziellen Rahmenbedingungen wie etwa die Kürzung der Familienbeihilfe o. Ä. als gegeben angenommen werden.