Benutzer:Andyka

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Andreas Kirchner

Foto von AKA (s/w)
  • Absolvent des Bachelorstudiums Informatik (Uni Wien 2006-2009)
  • Absolvent des Masterstudiums Medizinische Informatik (TU Wien 2009-2011)
  • Student des Studiums Philosophie (Uni Wien 2006-2012)
  • Erasmussemester im WS 2010/11 in Lausanne (EPFL)

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öffentliche Aktivitäten

  • Schrieb an die Hälfte des Jahres 2011 an seiner Diplomarbeit zum Thema "Data Leak Detection in Smartphone Applications". Eine Art Projekttagebuch findet sich hier (nur auf Englisch verfügbar).
  • Auseinandersetzungen im Spannungsfeld zwischen Repräsentativer Demokratie und Basisdemokratie 1, 2
  • Wenn es sich ausgeht, an dem Open Source Projekt Re:Public. Ghost train to Justice weiter- und mitarbeiten. Dabei handelt es sich um ein in Inform7 geschriebenes Interactive Fiction (sowas wie ein Textadventure), indem es um die Frage nach Gerechtigkeit in Auseinandersetzung mit Platos "Der Staat" geht. Teils kritisch, teils affirmativ und manchmal sogar witzig. Das Game beginnt in einem Rummelplatz, in der es eine Geisterbahn mit altgriechischer Kulisse gibt.
  • Habe in letzter Zeit vermehrt versucht, ökonomische Kontexte besser kennen zu lernen, und zwar unter Settings, denen manche Prädikate wie elitär, selektiv oder Schlimmeres zuschreiben würden: Talent Circle, Students4Excellence, Besuche bei CEOs, Kanzleien, Wirtschaftskammer, Unternehmensberatungen, ... Ich mache keinen Hehl daraus, weil ich finde, man sollte das, was man allzu gerne und leicht kritisiert, selbst unter die Lupe nehmen und prüfen, wo Kritik berechtigt ist, wo sie Mythen sind und wo man alternative Perspektiven einbringen kann, um nicht ständig die gleichen Phrasen zu reproduzieren. Mir ist die egalitär-elitäre Schizophrenie bewusst, sowohl in einer "Basisgruppe" als auch in "Exzellenz-Netzwerken" zu sein, habe für mich jedoch noch keine endgültigen Schlüsse gezogen. Lass mich gern in ein Gespräch diesbezüglich verwickeln - und auch kritisieren, denn das ist ein ziemlicher Drahtseilakt: Die Wahrscheinlichkeit sagt dir, dass du verlieren wirst. Aber das Risiko gehe ich ein.
  • Weiterentwicklung einer mit Google Web Toolkit und Google App Engine Webanwendung, in der man modallogische Modelle erstellen und einfache modallogische Formeln auswerten kann. Die Anwendung ist für Studierende konzipiert, die in die Materie einsteigen möchten. Feedback erwünscht: Zur Anwendung

Triviale Maschinen

Man fragt ein Kind: "Was ist zwei mal zwei?" Und es sagt: "Grün!" 

Eine, solche Antwort ist auf eine geniale Weise unberechenbar, aber sie scheint uns unzulässig, sie verletzt unsere Sehnsucht nach Sicherheit und Berechenbarkeit. Dieses Kind ist noch kein berechenbarer Staatsbürger, und vielleicht wird es eines Tages nicht einmal unseren Gesetzen folgen. Die Konsequenz ist, daß wir es in eine Trivialisationsanstalt schicken, die man offiziell als Schule bezeichnet. Und auf diese Weise verwandeln wir dieses Kind Schritt für Schritt in eine triviale Maschine, das unsere Frage "Was ist zwei mal zwei?" auf immer dieselbe Weise beantwortet.[...]Das Schreckliche mit den Kindern ist, so glauben viele, dass sie sich auf eine nicht voraussagbare Weise gebärden. Sie agieren noch nicht wie triviale Maschinen, die auf einen bestimmten Input immer ein und denselben Output erzeugen. Da unser Erziehungssystem daraufhin angelegt ist, berechenbare Staatsbürger zu erzeugen, besteht sein Zweck darin, jene ärgerlichen inneren Zustände auszuschalten, die Unberechenbarkeit und Kreativität ermöglichen. Vielfach darf in der Schule eine Frage nur eine Antwort haben; [...] Dieses gute Zeugnis ist ein Beleg für eine geglückte Trivialisierung. Wenn man wirklich immer – klick, klick, klick – die gewünschten Antworten gibt, dann kriegt man gute oder hervorragende Noten, das ist alles.

Aus: Heinz von Förster/Bernhard Pörksen, „Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners“, Carl Auer Verlag, S.55-68ff